Wochenmarkt

Der Wochenmarkt mit seinem breiten Angebot lockt Alt und Jung gleichermaßen an

Der Wochenmarkt mit seinem breiten Angebot lockt Alt und Jung gleichermaßen an

Von Christa Bechtel
Bad Essen/ Es war im Sommer 1992, als Fritz und Margret Eisenblätter und Lieselotte Wübbeler den bis heute bei Alt und Jung beliebten Bad Essener Wochenmarkt auf dem Kirchplatz ins Leben riefen. Da der Markt anfangs nicht besonders gut lief, zog sich das Ehepaar Eisenblätter nach einem Vierteljahr zurück. Doch bereits ein Jahr später trat ihr Sohn Uwe Eisenblätter die Nachfolge an, der 1998 offiziell Marktmeister des Wochenmarktes Bad Essen wurde.

Uwe und Anne Eisenblätter bieten Obst und Gemüse an

Uwe und Anne Eisenblätter bieten Obst und Gemüse an

„Ab 1998 gab es auch ein Formular, wie der Markt abzulaufen hat“, erzählt Uwe Eisenblätter, der mit seinem Obst- und Gemüsestand von Beginn an dabei ist. „Wir haben dann den Markt nach und nach aufgebaut. Also Beschicker ‚herangezogen‘, die das entsprechende Angebot haben und auch eine sehr gute Qualität liefern“, stellt Eisenblätter die Auswahlkriterien dar.

Gestartet sei man mit sechs bis acht Marktbeschickern. Heute sind es 14 Anbieter. Deren Angebotspalette reicht von Obst und Gemüse im normalen Segment (Uwe und Anne Eisenblätter, Bad Essen) sowie im Biobereich (Marcus Zahn, Hof Bünte Venne), über Brot und Backwaren (Klemens Heitkönig, Halverde), Käsespezialitäten (Arno Westenberg aus den Niederlanden), Fisch (Dirk Westmeyer, Hagen), Geflügel (Rita Schmidt, Lohne), Fleisch (Holger Peters, Melle-Riemsloh), Eier und Marmelade (Eheleute Hüning, Bohmte-Herringhausen) bis hin zu Schnittblumen (Ravensbergen, Holland), Blumenstauden (Gärtnerei Witte, Bissendorf-Wulften), Oliven/Olivenöl (Oliven-Basar Vechta), aber auch Hundenahrung aus Hunteburg.

Man trifft sich auf dem Wochenmarkt Bad Essen

Man trifft sich auf dem Wochenmarkt Bad Essen

Warum ist der Bad Essener Wochenmarkt so beliebt? „Es ist ein tolles Angebot, was wir haben. Und das persönliche Gespräch mit den Marktbeschickern ist das Wichtigste. Aber auch die Beratung ist sehr gut und die Produkte – auch die saisonalen – sind super“, betont Uwe Eisenblätter, der erlebt: „Dass man sich auch auf dem Wochenmarkt trifft, um einfach zu klönen.“ Doch so manche Touristen haben ebenfalls den Markt für sich entdeckt und nehmen zudem das Angebot der Cafés am Kirchplatz gerne an, um einfach das Treiben auf dem Wochenmarkt zu beobachten.

„Wir haben auch viele Kunden, wo die Männer kochen, sogar in Kochgemeinschaften. Dann kommt derjenige, der beauftragt ist, mit einer Liste und kauft nur für das Rezept ein. Manchmal ist seine Frau daneben – und kauft dann privat ein“, verrät Anne Eisenblätter, wie das Kaufverhalten bei Frauen und Männern sein kann. Männern könne man durchaus etwas offerieren. „Sie sagen schnell „ja“, während das bei Frauen länger dauert“, weiß Anne Eisenblätter aus Erfahrung. Kann es sein, dass Käufer auch mal versuchen zu handeln? „Ja“, sagt die Fachfrau sofort und ergänzt: „Wir würden es oft gerne machen, aber wir können nicht handeln.“ Und: Schütten die Kunden auch manchmal ihr Herz aus? „Oh ja! Wir kennen einige Lebensgeschichten und Schicksalsschläge; da müssen wir manchmal seelischen Beistand leisten“, sagen Uwe und Anne Eisenblätter spontan.

„Ein Stück Mohnkuchen gefällig?“ Klemens und Annika Heitkönig bieten leckere Backwaren an

„Ein Stück Mohnkuchen gefällig?“ Klemens und Annika Heitkönig bieten leckere Backwaren an

Warum kaufen die Kunden auf dem Bad Essener Wochenmarkt ein? „Weil es hier Bioprodukte gibt und die Waren frischer sind“, schwärmt Marlene Lange aus Dielingen. Obwohl die Produkte teurer als im Supermarkt seien, schätzt sie: „Ich habe gute Ware, da gebe ich gerne das Geld dafür aus.“ Lohnt sich das in Bad Essen, Obst und Gemüse aus biologischem Anbau anzubieten? „Sehr“, sagt Marcus Zahn direkt, der auch nach gut zehn Jahren schätzt: „Dass wir hier eine sehr treue und konstante Kundschaft haben.“

Ich liebe es, auf dem Markt einzukaufen“, sagt Nicole Koch aus Bad Essen

Ich liebe es, auf dem Markt einzukaufen“, sagt Nicole Koch aus Bad Essen

Dazu zählt auch Nicole Koch aus Bad Essen, die lobend erwähnt: „Dass wir einen unwahrscheinlich tollen Biobauern haben, sodass ich jede Woche hier einkaufe. Wir haben aber auch einen sehr guten Käse- und Blumenstand – und ich liebe es, auf dem Markt einzukaufen.“

„Wir sind auf der Durchreise und finden das hier ganz entzückend“, zeigten sich Dieter und Renate Hadeler aus Oldenburg ebenfalls von dem vielseitigen Markt begeistert, die spontan versicherten: „Wir kommen bestimmt wieder!“ „Wir haben von Freunden gehört, dass das hier so toll sein soll. Und es stimmt“, rühmt Angelika Grobe aus Buer den Wochenmarkt. „Weil hier alles so schön frisch und von guter Qualität ist – direkt vom Erzeuger“, erklärt Gabi Oevermann, die Woche für Woche dort einkauft. „Ich habe liebend gerne frisches Gemüse und guten Fisch“, unterstreicht Anneliese Meyer zur Capellen, der es um die Frische, aber auch um die besondere Atmosphäre auf dem Markt geht, auf dem sie fast von Beginn an einkauft.

Rolli Bührmann ist auf dem Wochenmarkt eine „Institution“

Rolli Bührmann ist auf dem Wochenmarkt eine „Institution“

Auf die Frage, ob ihrer Meinung nach auf dem Wochenmarkt etwas fehlt, antworteten alle Kunden übereinstimmend, dass sie mehr als zufrieden mit dem vorhandenen Angebot seien. Eine nicht wegzudenkende ‚Institution‘ des Wochenmarktes ist Rolli (Rolf) Bührmann, dessen Bratwurst, Pommes und Steaks legendär-lecker sind.

So kommt jeder, der den Bad Essener Wochenmarkt am Donnerstagnachmittag ab 14 Uhr besucht, voll auf seine Kosten!

Der Bad Essener Wochenmarkt von oben

Der Bad Essener Wochenmarkt von oben